Forschung

Lass die Nahrung deine Medizin, und die Medizin deine Nahrung sein.

Hippokrates

Epilepsie gehört in der Privatpraxis zu den häufigsten vorkommenden neurologische Erkrankungen. Als in der Regel chronische Erkrankung des Gehirns zeigt sich diese in Form von wiederkehrenden Krampfanfällen, die nur bestimmte Körperabschnitte oder den gesamten Körper betreffen können. Epilepsie ist unbehandelt mit einem erhöhten Risiko des akuten Versterbens und der signifikanten Einschränkung der Lebensqualität des betroffenen Vierbeiners verbunden.

Die Ursachen der Epilepsie sind vielseitig und reichen von Stoffwechselstörungen, über Strukturveränderungen im Gehirn bis hin zur genetischen Verankerung. Die Erkrankungsrate ist beim Hund unbekannt, wird jedoch auf 0.5 bis 1% aller Hunde geschätzt. Eine neue Studie berichtet von 1 unter 111 Hunden leidet an Epilepsie. Spezielle Hunderassen werden hierbei aber als besonders betroffen betrachtet; dazu gehören unter anderem der Labrador Retriever (3.1%), der belgische Schäferhund (9.4%), Berner Sennenhund, Border Collie oder auch der Australian Shephard. Bei Katzen wiederum ist die aktuelle Erkrankungsrate unbekannt, wird aber auch auf 0.4 bis 0.6% geschätzt. Während Hunde vor allem an einer genetisch verankerteren Form der Epilepsie leiden, finden sich bei Katzen oft strukturelle Veränderungen im Gehirn.

NUN ZUR ERFREULICHEN NACHRICHT

Epilepsie ist zwar aktuell nicht heilbar, aber immerhin zumeist so behandelbar, dass Sie und Ihr Hund trotzdem ein glückliches und erfülltes Leben führen können.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, das „zumeist“ in ein „immer“ zu verwandeln durch neue Strategien des medikamentösen und diätetisches Management. Das Hauptziel jeder Behandlung sollte das Erlangen einer guten Lebensqualität für Hund oder Katze und Tierbesitzer sein.

Worum geht es?

Unsere Praxis ist daran interessiert, neue Erkenntnisse über die Epilepsie bei Hund und Katze durch nicht-invasive Methoden, pro- und retrospektive klinischen Studien, sowie detaillierter Analyse der klinischen Vorgeschichte zu erlangen. Unser Hauptziel ist die Weiterentwicklung des Management von Epilepsie und anderen Erkrankungen durch gezielte Ernährung – Die Neurodiätetik.

Wir wollen damit unter anderem auch ganz besonders Vermutungen von Besitzern hinsichtlich des Anfallsgeschehens nachgehen, statistisch fundieren, und so für einen neuen Einblick für das bessere Management unserer epileptischen Vierbeiner sorgen.

Was sind die Ziele und unsere Zielgruppe?

Ziele:

  • Retrospektive Analyse des Anfallsgeschehens unter diätetischen, wie auch medikamentösen Aspekten
  • Weiterentwicklung des Epilepsie-Management durch eine angepasste Ernährung – Neurodiätetik
  • Bewertung von Verhaltensveränderungen durch/ mit der Epilepsie
  • Erfassung von medikamentöse Nebenwirkungen und Optionen der Reduktion
  • Optimierung des Umgangs mit dem vierbeinigen Epileptiker
  • Berücksichtigung des Besitzers als tiermedizinische Betreuung und dessen Rolle
  • Durchleuchtung der Rolle und des Einflusses von Futterergänzungsmitteln im Epilepsie-Management
  • Neurodiätetisches Management der strukturellen Epilepsie bei Hund und Katze
  • Auswertung der epileptiformen Hirnaktivität unter diätetischer Anpassung

Zielgruppe:

Hund, wie auch Katzen, mit jeder Form, Schweregrad der Epilepsie und deren dazugehörige Besitzer.

Warum sollte jemand diese Projekte unterstützen?

WEIL DER BEDARF NACH NEUEN BEHANDLUNGS – & MANAGEMENTMETHODEN FÜR EPILEPSIE BESTEHT…..

Epilepsie gehört zu den häufigsten Vorstellungsgründen in der Tierneurologie. Man schätzt, dass 1% aller Hunde, also 1 von 111, an Epilepsie leiden. Dennoch gibt es bis dato nur einen äußerst begrenzten Fundus an Behandlungsoptionen. Maßnahmen, die eingesetzt werden können, um das Auftreten von epileptischen Krampfanfällen zu managen, sind überschaubar. Praktisch betrachtet, gibt es nur den Einsatz von drei zugelassenen Antiepileptika (Phenobarbital, Kaliumbromid, Impetoin) als Mono- oder Kombinationstherapien. Leider ist die Einahme von anti-epileptischen Medikamente immer mit signifikanten Nebenwirkungen für den Liebling verbunden. Darunter fallen besonders das Drangwandern, starke Schläfrigkeit, Unruhe, Gangbildsstörungen, Fressgier oder großem Durst, gefolgt von hoher Harnabsatzsfrequenz. Jeden Tierarzt stellt dies nicht nur vor die Herausforderung, möglichst das Anfallsgeschehen optimal zu kontrollieren, sondern gleichzeitig auch noch die Waage zu lebenseinschränkenden Nebenwirkungen zu halten. Man mag sich bildlich vorstellen, dass dies nur ein Spagat zwischen Vor- und Nachteilen sein kann. Doch selbst bei sehr großen Mühen des Tierarztes, sprechen nur um die 30% aller Epileptiker auf Medikamente an. Die restlichen 60% sehen sich auf einem langen Weg aus Medikationsversuchen und anderen Begleittherapien. Ganz schwere Formen der Epilepsie lassen den Patienten in die Gruppe der medikamentenresisten oder refraktären Epilepsie fallen. Hier wird ganz klar deutlich, dass der Bedarf nach alternativen oder kumulativen Behandlungsmethoden für die Epilepsie unserer Vierbeiner sehr hoch ist.

DIE ALTERNATIVE

Seit mehreren Jahrzehnten wird in der Humanmedizin erfolgreich die Epilepsie vollständig oder begleitend durch eine bestimmte Ernährungsaussrichtung gemanagt – Die ketogene Ergänzung oder Diät, manchmal auch als Low-Carb bezeichnet. Verschiedene Diätprinzipien sind etabliert, um den Körper so umzustellen, dass er besonders viele Ketonkörper – einem Zuckeraustauschstoff – aus existierenden Fettsäuren produziert.  Sowohl bestimmte Fettsäuren, vorallem mittelkettige Triglyceride (MCTs), als auch Ketonkörper (ß-HBS) wurden wissenschaftlich als anti-epileptisch relevant in der ketogenen Diät identifiziert. Auch bei Hunden konnte man einen positiven Einfluss der Fütterung oder bestimmter Komponenten nicht nur bei der Epilepsie, sondern auch anderen neurologisch-chronischen Erkrankungen feststellen und gezielt einsetzen. Als Verbindung aus Neurologie und Diätetik verhofft das neue Gebiet der Veterinär-Neurodiätetik große Erfolge für das zukünftigte nutritive Management der Epilepsie, damit verbundener Folgeschäden, Nebenwirkungen der Medikamente, sekundär bedingte Verhaltensstörungen und der gesamten Lebensqualität unserer vierbeinigen Epileptiker.

Was passiert mit dem zur Verfügung gestellten Geldbetrag?

Mit ihrer finanziellen Unterstützung planen wir durch simple, nicht-invasive, Studien und Projekte in der Neurodiätetik, der Epilepsie von Hund und Katze sowie anderen chronisch-neurologischen Erkrankungen, neue Erkenntisse zu erlangen und das Verständnis, den Umgang und die Behandlung mit allen wirkenden Faktoren zu verbessern. Gezielt wollen wir auch Besitzerannahmen, – vermutungen nachgehen, statistisch evaluieren und bewerten.

Neben der Finanzierung von Unkosten der Forschung, würden wir aus dem von unseren Geldgebern zur Verfügung gestellten Geldbeträgen, Tierschutzorganisationen, prinzipiell Tiere aus dem Tierschutz oder Besitzer mit einem finanziell schwachen Hintergrund unter die Arme greifen. Wir stellen in diesen Fällen unsere Manpower (Untersuchung, chirurgische Eingriffe, Räumlichkeiten o.ä.), wohin Ausgaben für etwaige Blutuntersuchungen, Fremdlaboranalysen oder Konsultationen durch diesen Fond gespendet werden sollen.

 

In der Summe:  IHRE DRITTMITTEL FÜR FORSCHUNG + TIERSCHUTZ

 

Hinweis: Zuwendungen im Rahmen des Tierschutz oder finanzieller Benachteiligung werden im Voraus genaustens geprüft und gegebenenfalls unter Einbezug der Geldgeber bestimmt. Die zur Verfügung gestellen Mittel sollen zum Wohle ausgewählter Tiere eingesetzt werden. Anträge zur Kostenübernahme können durch Besitzer formlos an die Tierarztpraxis Strassenheim gestellt werden.

Wer steht hinter der Forschung?

Als Haupverantwortlicher führt und leitet Dr. Dr. Benjamin-Andreas Berk, die Forschung, Koordination und Verwendung der Drittmittel. Im Rahmen seiner Arbeit an der Universität London besitzt er nicht nur die Vernetzung, sondern auch Expertise zielorientierte Projekte zu planen und in fruchtbare Erkenntnisse zu überführen. Helfend und unterstützend steht ihm das Epilepsy Research Group Team am Royal Veterinary College, die Spezialistenpraxis Dr. Julia Fritz und das gesamte Team der Tierarztpraxis in Strassenheim zur Verfügung. Bei Rückfragen kann sich jederzeit an Dr. Berk unter benjamin.berk@tierarzt.strassenheim.com gewandt werden.

Wie kann ich die Forschung unterstützen?
Überweisung:
Kontoinhaber: Dr. Benjamin-Andreas Berk
Verwendungszweck: VetEpilepsy Research Fond
IBAN: DE05670900000093821602
BIC: GENODE61MA2
 

In der Behandlung:

Wenn Sie den Wunsch haben, uns nach der Behandlung mit Drittmittel zu unterstützen, sprechen Sie uns darauf an

 

 

STAND – 14.12.2017:   661, 01 €

STAND – 15.12.2017:   801,01 

AKTUELLER STAND – 12.03.2018:   809,93

 

Was wurde bisher mit den Drittmitteln erreicht?
  • März, 2018: -250 Euro
    • Die EpiProbenbank: Mit einem ersten Betrag von knapp 250 Euro, wurden Probenröhrchen, eine digitale Labelmachine zur Kennzeichnung, Laborutensilien, Laborbuch und Lagerungsboxen im Gefrierschrank für Proben aller bei uns ein- und ausgehenden Epileptikern geschaffen. Mit der Einverständniserklärung bei Anmeldung erlauben Sie uns alle „für den Müll bestimmten“ Probenreste im Dienste der Wissenschaft aufzubewahren. Weiterhin können diese Restproben auch zur Nachbestimmung von Ihnen gewünschter Werte bis zu 6 Monate! dienlich sein. Gesammelte Blutproben sowie Seren oder Plasmen sollen im Rahmen von Studien zur genetischen Analyse und Bestimmung von relevanten Laborparametern genutzt werden. Wir erhoffen uns dadurch, die Epilepsie nach Tierart und Rasse in Zukunft besser voraussehen und identifizieren, verstehen und behandeln zu können.

Was ist die Epilepsie?

Die Epilepsie ist eine chronisch, beständige und komplexe Erkrankung des Gehirns, welche sich durch das wiederholte Auftreten von epileptische Krampfanfällen definiert. In der Privatpraxis gehört Epilepsie zu den häufigsten Vorstellungsgründen bei neurologisch-abnormen Patienten. Die genaue wahre Prävalenz oder Erkrankungsrate ist beim Hund unbekannt, wird jedoch auf 0.5 bis 1 % aller Hunde geschätzt. Spezielle Hunderassen werden hierbei aber als besonders betroffen betrachtet; dazu gehören unter anderem der Labrador Retriever (3.1%), der belgische Schäferhund (9.4%), Berner Sennenhund, Border Collie oder auch der Australian Shephard.

Was ist ein epileptischer Anfall?

Plötzliche auftretende abnorme und episodisch ablaufende elektrische Hirnaktivität zwischen Nervenzellen führt zur vorübergehenden Fehlleitung und -funktion der Steuerung durch das Gehirn. Der Output oder die Ausgabe der ungesteuerten Hirnaktivität ist dann ein epileptischer Krampfanfall, der praktisch die erregten Hirngebiete in motorischer, autonomer oder psychischen Aktivität wiederspiegelt. Zumeist ist dies mit einem Bewusstseinsverlust, Ruderbewegungen, Urinieren oder Koten, Speicheln und anderen unkontrollierten Körperreaktionen verknüpft.

Die drei Hauptmerkmale von wiederholt epileptiformen Anfallen sind:
  1. der Verlust der eigengesteuerten Körperkontrolle (variiert im Ausprägungsgrad)
  2. episodischer Verlauf vom Krampfgeschehen (diese beginnen und enden plötzlich, akut);
  3. die Attacken treten in einem meist sichtbaren Wiederholungsmuster auf (oft sind Anfälle konstant, sehr ähnlich zueinander in den Bewegungsmustern).

UNSERE KOOPERATIONSPARTNER:

http://www.napfcheck.de/

SPONSOREN, SUPPORTER UND GELDGEBER: